Dumm-Chart

Gleicher Unterschied gleicher Winkel

Neulich gelesen. In der Welt. Die macht ihren Lesern Angst. Mit einem Doom Chart. Das ist eine Grafik des Untergangs. Der Aktien. Wie 1929.

Eine denkwĂŒrdige Parallele: Ähnlichkeiten vor dem großen Crash von 1929 und heute sind frappierend. Dow Jones in Punkten. Quelle: welt.de, 18.02.2014.
Quelle: welt.de, 18.02.2014.

Die Welt meint: Da wäre eine Parallele. Weil sie falsch skaliert. Aber: Schau mal die Achsen. Links 200 bis 350. Plus 75 Prozent. Rechts 13.000 bis 16.000. Plus 23 Prozent. Das ist gemein. Oder blöd. Oder beides.

So sieht es richtig skaliert aus.

Vergleichbar skalierte Zeitreihen in DeltaMaster.
Quelle: DeltaMaster, vergleichbare Skalierung.

So geht’s auch. Beide Zeiträume übereinander. Am Anfang beide 100. Auch gut. Sieht man aber die Werte nicht mehr.

Normierte Zeitreihen in DeltaMaster.
Quelle: DeltaMaster, normierte Zeitreihe.

Lieber früher oben

FrĂŒher ist links, nie oben

Zeit läuft von links nach rechts. Text auch. Manchmal stehen Zeit und Text sich im Weg. Dann dreht man dran. Schau mal.

Bild
Quelle: WSJ Europe, 26.04.2013, Seite 32.

Komisch, oder? Erst 2014, dann 2013. Erst später, dann früher. Verdreht statt gedreht.

Bild gedreht
Quelle: WSJ Europe, 26.04.2013, Seite 32 (von mir gedreht).

Komisch, oder? Ich tausch mal die Säulen. Und dreh nochmal.

Bild SĂ€ule
Quelle: WSJ Europe, 26.04.2013, Seite 32 (Balken von mir getauscht).

Besser, oder? Zeit läuft von links nach rechts. Und wenn mal nicht: von oben nach unten.

Schrottpresse

Nicht FlÀche statt Höhe

Selbstbewusstsein finde ich gut. Der HDE übertreibt es aber. Schau mal.

Wirtschaftliche Leistung im Vergleich. Quelle: HDE.
Links Gesamtumsatz im Einzelhandel, rechts Gesamtumsatz in der Automobilindustrie. Quelle: HDE (Hrsg.), Der deutsche Einzelhandel, Juni 2013, Seite 4.

Die drei Oldtimer für 351 Mrd. passen gleich mehrmals in den Warenturm für 428 Mrd. Der Warenturm ginge dann in die Billionen. Ziemlich teuer für ein paar Gläser, einen Kochtopf, drei Eimer Farbe und einen tiefgefrorenen Fisch.

Der Fehler ist alt. Ich dachte, den macht keiner mehr. Gemalt wird Fläche, gerechnet wird Höhe. Flächengrafiken sind schwierig. Auch wenn sie richtig sind. Falsch gerechnete sind aber ein bisschen lustig. Hoffentlich rechnet der Handel an der Kasse anders.

Maßnahme

Dynamik vor Niveau

Nochmal zur Religion. Hatten wir letztes Mal. Oft skaliert man solche Daten so. Schau mal.


Daten aus FASZ, 10.03.2013, Seite 22. Redesign: ich. Global skaliert.

Man meint, das ist fair. Weil alle Achsen gleich aussehen. Gleiches für Verschiedenes ist selten fair. Man will Entwicklungen vergleichen. Verschiedene. Auf verschiedenem Niveau. Schau mal die Religionslosen. Von Nullkommabisschen auf 11 Prozent. Das ist viel mehr als die Muslime: von 13,1 auf 22,5 Prozent. Sieht aber sehr ähnlich aus.

Besser ist so. Schau mal.


Das Gleiche, vergleichbar skaliert.

Man rechnet so: Was ändert sich am stärksten? Prozentual. Das bekommt die ganze Höhe. Der Rest kriegt weniger. Im Verhältnis zum stärksten. So kriegt man alle unter. Steiler bedeutet mehr Veränderung. Weniger steil weniger Veränderung. Niveau liest man aus den Werten.

Anteilnahme

Kacheln statt Stapeln

Die FASZ weiß, wie viele Mitglieder die Religionen haben. Seit 1900. Bis heute. Schau mal.

Marktanteile der Religionen - Mitgliederentwicklung von 1900 bis 2012. Quelle: FASZ, 10.03.2013, Seite 22.
Quelle: FASZ, 10.03.2013, Seite 22.

Drüber steht Marktanteil. Anteil. Drin ist aber Absolut. Aufeinander. Hast Du es gemerkt? Christen verlieren Anteil. Bisschen. Muslime gewinnen Anteil. Viel. Sonstige verlieren Anteil. Ganz viel.

Anteile zeigt man anders. Zum Beispiel so. Als Small Multiple.

Marktanteile der Religionen als Small Multiple. Redesign: ich.
Redesign: ich. Ohne Zwischenwerte. Vergleichbar skaliert.

Jetzt ist drin, was drüber steht.

Im nächsten Vorjahr

Zeit lÀuft von links nach rechts

Lera* sagt: Wir Europäer schreiben von links nach rechts. So stellen wir uns auch die Zeit vor. Früher liegt links. Später liegt rechts. Araber schreiben von rechts nach links. Früher liegt rechts. Später liegt links. Aborigines malen. Früher liegt im Osten.

Geschäftsberichte sind für euroarabische Aborigines. Lustig. Manchmal ist früher hinten. Manchmal ist früher vorn. Schau mal:

Daten zur T-Aktie, 2011 und 2010. Quelle: Deutsche Telekom AG, GeschÀftsbericht 2011, Seite 46.
Quelle: Deutsche Telekom AG, Geschäftsbericht 2011, Seite 46.

Manche sagen: Wichtig gehört nach vorn. Geschäftsjahr ist wichtig. Also nach vorne. Vorjahr dahinter. Hm.

Finanzdaten der Deutschen Telekom AG fĂŒr 2011, 2010, 2009, 2008, 2007, 2006 und 2005. Quelle: Deutsche Telekom AG, GeschĂ€ftsbericht 2011, Seite U2.
Quelle: auch da, Seite U2.

Mehrere Jahre? Wird auch umgedreht. Miau.

T-Aktie gegen DAX, Dow jones Euro STOXX 50 und Dow Jones STOXX Telecommunications, 1. Jnauar bis 31. Dezember 2011. Quelle: Deutsche Telekom AG, GeschÀftsbericht 2011, Seite 48.
Quelle: wieder von da, Seite 48.

Zeitreihe? Wird nicht umgedreht. Sondern: von links nach rechts. Von früher bis später. Wie es sich gehört. Wuff.

Daten zur T-Aktie, 2010 und 2011. Daten: Deutsche Telekom AG, GeschÀftsbericht 2011, Seite 46. Redesign: ich.
Redesign: ich.

Vorjahr links, Geschäftsjahr rechts. Funktioniert genauso gut? Nein. Besser. Erst: wie war es. Dann: wie ist es.

Finanzdaten der Deutschen Telekom AG fĂŒr 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010 und 2011. Daten: Deutsche Telekom AG, GeschĂ€ftsbericht 2011, Seite U2. Redesign: ich.
Redesign: ich.

Vorjahre links, Geschäftsjahr rechts. Funktioniert genauso gut? Nein. Viel besser. Erst: wie war es. Dann: wie ist es.

Wer so denkt, der sieht auch die Klammern. Bei Veränderung zum Vorjahr. Schöner Trick. Klammer statt Minus. Bist Du drauf reingefallen?

* Boroditsky, Lera: Wie die Sprache das Denken formt. Spektrum der Wissenschaft, April 2012, Seite 31.

Lasagne statt Spaghetti?

StapellĂŒcken statt Stapellagen

Weißt Du noch, die Autofarben? Mit der Spaghettigrafik? Die Spaghetti haben wir gekachelt. Und nachgekachelt. Heute machen wir Lasagne draus.

Neuzulassungen nach Farben (in Prozent) als Stapeldiagramm.
Pkw-Neuzulassungen nach Farben, in Prozent.

Was sehen wir? Auf den ersten Blick: Blau, Grau, Grün, Schwarz, Weiß – gehen alle am Ende runter. Auf den zweiten Blick: Man braucht einen dritten Blick. Oder entstapelte Stapel.

Neuzulassungen nach Farben (in Prozent) als einzelne SĂ€ulenreihen, ohne Stapel.

Stapeln kann Richtung ändern. Schlimm. Senkrechte Zahlen sind nicht so schlimm.

Logarithmuss

Logarithmisch, wenn sehr verschieden

Er hat sich darüber aufgeregt. Weil kein Logarithmus drin ist. Und alles falsch aussieht: Strom steigt stärker als Erdgas. Heizöl explodiert. Falsch. Ich habe es mit Logarithmus gemalt. Erdgas steigt stärker als Strom. Heizöl etwas stärker als Erdgas. Richtig. Weil, von Anfang bis Ende: Erdgas plus 83 Prozent, Strom plus 36 Prozent, Heizöl plus 122 Prozent.

Entwicklung der Preise: Heizöl, Strom, Erdgas. Quelle: Welt am Sonntag, 08.06.2008, Seite 7.Entwicklung der Preise: Heizöl, Strom, Erdgas. Logarithmisch skaliert.
Quelle links: Welt am Sonntag, 08.06.2008, Seite 7. Rechts: mit korrigierter Skala, von mir, gestern.

Zum Trost habe ich ihm eine andere Sonntagszeitung ausgegraben. Wo Logarithmus drin ist. Damit es richtig aussieht. Und man überhaupt was sieht. Ohne Logarithmus wären die Ozeanier flach wie WamS-Gas. Und die Asiaten steil wie WamS‑Öl.


Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 30.10.2011, Seite 67.

Guck mal: Zweimal Knick. Bei (6) und (9). Das gleiche passiert. Für unterschiedlich viele Leute. Fremde kommen. Die Einheimischen werden erst mal krank und umgebracht. Später werden es wieder mehr.

Was man alles und richtig sieht, wenn man alles richtig sieht.

Auf der Höhe des Löwen

Zum vergleichen starte gleich

Wenn Du was vergleichst, stell es auf gleiche Höhe.

Ich vor einem Löwen.

Geht auch bei Zahlen. Auch wenn sie am Stück sind. So wie bei Zeitreihen. Jan hat das gemacht. Die kleinen Reihen hingen vorher aneinander. Eine fing da an, wo die andere aufhört. Jetzt sind sie auseinander. Und auf gleicher Höhe.

Schulden der USA in Prozent vom Bruttoinlandspdodukt. Quelle: IN GRAPHICS Vol. 3, Berlin 2011, S. 26–27.
Schulden der USA in Prozent vom Bruttoinlandspdodukt. Quelle: IN GRAPHICS Vol. 3, Berlin 2011, S. 26–27. Die nächste Grafik auch. Klick zum Vergrößern.

Beinahe hätte man vorher noch logarithmieren müssen. Geht aber noch so.

Auf gleicher Höhe stehen normierte Zeitreihen sowieso. Jan hat sie hintereinander gestellt. Gut.

VerĂ€nderung des Schuldenstands wĂ€hrend der Regierungszeiten der US-PrĂ€sidenten. Quelle: IN GRAPHICS Vol. 3, Berlin 2011, S. 26–27.
Veränderung des Schuldenstands während der Regierungszeiten der US-Präsidenten. Klick zum Vergrößern.

Höhe kann auch mittendrin sein. Hier ist der Strich der Durchschnitt für eine Quote, die für Manager interessant ist. Gutschriften.


Quelle: Pivotgrafik, von mir.

Hier dieselben Zahlen als Grafische Tabelle. Schön kompakt und gut zu lesen. Struktur von oben nach unten. Durchschnitt ist wieder ein Strich. Gut.


Quelle: DeltaMaster.

Noch mal als Grafische Tabelle. Durchschnitt ist graue Säule. Auch gut.


Quelle: DeltaMaster.

Übrigens: Ich hab getrickst. Ich sitze auf gleicher Höhe mit dem Löwen. Aber der Fotograf guckte nicht von vorn. Jetzt schon. Ich bin doch kleiner.

Ich neben einem Löwen.

Schlecht, besser, schräg

45-Grad-Regel

William* sagt: Schneide Linien die Füße ab. Und zieh dran rum, bis alles 45 Grad schräg ist. Im Durchschnitt. Dann sieht es gut aus. Und man kann es gut lesen. Weil: Jeder Winkel ist so verschieden, wie er sein kann. Schau. Ganz schön flach. Winkel ziemlich ähnlich. Nicht gut.

Arbeitslose in Deutschland, 1991-2010.
Arbeitslose in Deutschland, 1991–2010. Daten: Statistisches Bundesamt.

Jetzt zusammengeschoben. Bis alles 45 Grad schräg ist. Im Durchschnitt. Viel besser.

Abschneiden erlaubt. Noch besser. Aber nicht mehr 45 Grad.

Abgeschnitten und alles 45 Grad schräg. Am besten.

Die WamS hat mal so gemalt. Mehr oder weniger. Sieht gut aus.

StudienanfÀnger an deutschen Hochschulen. Quelle: Welt am Sonntag, 11.12.2011, Seite 7.
Quelle: Welt am Sonntag, 11.12.2011, Seite 7.

* Cleveland, W. S., The Elements of Graphing Data, Murray Hill 1994, Seite 251–256.

Flachgestapelter Flächenflachs

Stapel keine Linien

Daran habe ich gekaut. Sieht harmlos aus. Der Größte unten, der Kleinste oben. Zusammen werden sie weniger. Kapiert. Chrysler fällt am stärksten. Ford am zweitstärksten. GM am wenigsten. Falsch kapiert. Miss mal nach. Anders kommst Du nicht dahinter.

US-Marktanteile amerikanischer Autohersteller kumuliert in Prozent. Quelle: Financial Times Deutschland, 21.11.2008, Seite 8.
US-Marktanteile amerikanischer Autohersteller kumuliert in Prozent.
Quelle: Financial Times Deutschland, 21.11.2008, Seite 8.

Ich hab damit herumgespielt. Den Kleinsten nach unten, den Größten nach oben. Das richtet Ford auf. Und macht Chrysler flach.

Oder Ford nach oben, dann geht es richtig runter.

Jetzt kommt es: Bei gestapelten Linien macht meist die erste die Musik. Schau mal, was passiert, wenn die erste Linie steigt und die anderen fallen. Ich habe dazu die Daten von GM umgedreht und die anderen gelassen, wie sie waren. Jetzt steigt Chrysler gleich mit. Obwohl es immer noch fällt.


Marktanteile von GM umgekehrt abgetragen, mit Daten von WardsAuto.com.

Also: Meide Flächen. Stapel keine Linien. Lies Grafiken mit Vorsicht. Übrigens: So wäre es gegangen.


Jeder Hersteller eine Linie. Die Summe eine weitere. Das Ganze logarithmisch.

Untertreibung übertrieben

Anteil als Anteil

Standard & Poor’s gibt Japan schlechtere Noten. AA‑ statt AA. Japan gibt mehr aus, als es verdient. Und ist zu alt. Das soll diese Grafik im Journal zeigen.

Graying population. - Quelle: Wall Street Journal Europe, 28.01.2011, Seite 15.
Quelle: Wall Street Journal Europe, 28.01.2011, Seite 15.

Zähl mal die Pixel. Die alten Japaner werden dreimal so hoch. Alle Japaner nur 20 Prozent höher. Trotzdem sieht beides fast gleich steil aus. Oder flach. Weil: Zwei Entwicklungen vergleichen, ist schwierig. Auf verschiedenen Niveaus ganz schwierig. Das wissen wir schon lange. Und es gilt auch für Anteile.

Hier versteht man, was S&P meint. Weil: Es wird nur der Anteil gezeigt. Verglichen mit anderen Anteilen. Und nicht mit sich selbst.

Proportion of Elderly Population by Country (Aged 65 years and over). - Quelle: Statistics Bureau of Japan (Hrsg.), The Statistical Handbook of Japan 2010,Chapter 2: Population.
Quelle: Statistics Bureau of Japan (Hrsg.), The Statistical Handbook of Japan 2010, Chapter 2: Population. Hier Fünfundsechzigjährige und längerer Zeitraum. Macht aber nix.

Jelängerjelieber

Linie fĂŒr lang

Mehr ist bei Zeitreihen mehr. Je länger, desto mehr kann man schauen. Und lernen. Zum Beispiel: Amerika hat noch nie so viele Häuser gekauft wie 2005. Und seit 1964 nicht mehr so wenige wie jetzt.

US new home sales. - Quelle: Financial Times, 23.08.2010, Seite 20.
Quelle: Financial Times, 23.08.2010, Seite 20.

Weniger ist bei Zeitreihen weniger. Je kürzer, desto weniger kann man schauen. Und lernen. Zum Beispiel: Ob Aktien besser sind als Häuser.

Dax im Tagesverlauf. - Quelle: FAZ, Nr. 198, 27.08.2010, Seite 24.Dax im Drei-Monats-Verlauf. - Quelle: FAZ, Nr. 198, 27.08.2010, Seite 21.
Quelle: FAZ, Nr. 198, 27.08.2010, Seite 24 und 21.

Mehrere ist bei Zeitreihen auch mehr. Die Dax-Reihen oben und die hier drunter waren alle in derselben FAZ. Ich lerne: An der Börse kommt man oft am selben Ort an.

Der Dax ist unschlĂŒssig. - Quelle: FAZ, Nr. 198, 27.08.2010, Seite 21.
Quelle: FAZ, Nr. 198, 27.08.2010, Seite 21.

Mehrere, verschiedene, lang ist bei Zeitreihen am meisten. Aha: Die Leute rauchen weniger, aber zahlen nicht weniger.

Zigarettenabsatz in Deutschland, Umsatz und Steueraufkommen. - Quelle: FAZ, Nr. 198, 27.08.2010, Seite 19.
Quelle: FAZ, Nr. 198, 27.08.2010, Seite 19.

Zeit: jelängerjelieber, jemehrjelieber.

Relativ gleich

Gleicher Unterschied gleicher Winkel

Unser Auge versteht Linien so: flache Linie = wenig Veränderung. Schräge Linie = mehr Veränderung. Sehr schräge Linie = viel mehr Veränderung.

Hier geht das schief. Man meint nämlich, rechts steigt stärker als links. Ist aber nicht so.

Weil die Skalen willkürlich sind. Und nicht zusammenpassen.

Hier klappt es:

Warum? Weil beide Skalen die gleiche relative Veränderung umfassen:

(12–8)/8 = 0,5. Und (120–80)/80 = 0,5.

Hier klappt es nicht:


Quelle: SZ, Nr. 137, 18.06.2010, Seite 22.

Weil die Skalen willkürlich sind. Und nicht zusammenpassen. Wie jeden Tag in vielen Zeitungen. Zum Beispiel auch in der FTD. Und. Und. Und.

Corporate Insanity

Rot ist nur die Not

Man sagt es doch so: Ein Unternehmen schreibt schwarze Zahlen. Oder rote. E.ON malt alle Zahlen rot. Als Säulen, als Balken, als Linien.

Adjusted EBIT development - E.ON Performance and streamlining

Investitionen. Preise. Dividenden. Kapazitätsausweitung. Kapazitätsverringerungen. Norwegen. Deutschland. Eigene Zahlen. Fremde Zahlen. Positive Veränderungen. Negative Veränderungen.

Big six1 2009 monthly gas consumption y-o-y - E.ON Performance and streamlining
Quelle (beide): E.ON AG (Hrsg.), Performance and streamlining, April 2010; PDF.

Warum? Wegen der Corporate Identity. Und die CI von dem Konzern ist rot. Ich bin so streng, weil rot eine besondere Farbe ist. Ein Signal für schlecht. Versteht jeder. Sofort. Signale für gut sind schwieriger. Was ist gut, was ist normal?

Die aus dem Marketing sollen Werbung machen. Aber kein Controlling.