Dotsplotz

Punkte statt Balken

Dot Plot finde ich gut. Hat William* erfunden. Cleveland, nicht Playfair. Ich sage Punktbalken dazu. Oder Punktsäulen. Die können viele tolle Sachen. Zum Beispiel auch logarithmisch. Und quer. Und hoch. Griffith hat schöne Dot Plots gemalt. Schau mal.

Punktbalken bzw. Punktsäulen, Quelle: Griffith Feeney
Quelle: Griffith Feeney

Man kann zwei Werte hintereinanderstellen. Viel leichter als mit Balken.

Punktbalken bzw. Punktsäulen, Quelle: Griffith Feeney
Quelle: auch bei Griffith.

Kleine Punkte, viel kapiert. Wuff! Möchte man viel öfter sehen.

* Cleveland, W. S., The Elements of Graphing Data, Murray Hill 1994.

Entschrumpfentdehnt

Meide Stauchbalken und Hüpfsäulen

Ich hab gesagt: Ich mal das noch mal. Jetzt schau.


Redesign: ich.

Geht doch. Beim Economist sah’s so aus:

Startup your engines: Total follow-on funding for alumni from top accelerators. Quelle: The Economist, Special Report „Tech Startups“, 18.01.2014, Seite 5.
Quelle: vom letzten Mal. The Economist, Special Report „Tech Startups“, 18.01.2014, Seite 5.

Ich hab versprochen: Ich probier’s mit Punktbalken. Und logarithmisch. Jetzt schau noch mal:


Auch von mir.

Schau mal die Abstände: Die sind gleich zwischen Y Combinator, Techstars und AngelPad. Weil: Y Combinator ist vier Mal so groß wie Techstars. Und Techstars ist vier Mal so groß wie AngelPad. Klasse.

Lustig, oder? In derselben Liste 2 Milliarden und 2 Millionen. Punktbalken logarithmisch halten das aus.

Noch mal Kreis am Stiel

Gleicher Inhalt, gleiche Form

Die Welt hat Kreis am Stiel gemalt. Hat mir keine Ruhe gelassen. Weil: Waren nicht alle Daten drin. Hab ich mal korrigiert.


Quelle: Die Welt vom 10.12.2013, wie letztes Mal. Redesign: ich.

Selbe Form für alle Werte. Schon besser. Trotzdem: Kreis am Stiel find ich auch gut. Kreis auf Stiel finde ich noch besser. So wie bei William*. Weil’s keine Balken sind, darf auch logarithmisch. Jetzt gehören alle Pixel den Unterschieden.


Dieselben Daten als Punktbalken (Dot Plot). Logarithmisch skaliert. Redesign: auch ich.

Noch was hat mir keine Ruhe gelassen: Schulden pro Stadt oder Schulden pro Kopf?


Redesign: wieder ich.

* Cleveland, W. S., The Elements of Graphing Data, Murray Hill 1994.

Der kleine Unterschied

Aller Raum dem Unterschied

Klein ist oft schwer. Kleine Unterschiede auch. Große Unterschiede zwischen Kleinen besonders. Schau mal. So geht es besonders schlecht.

Arbeitslosenquoten im August 2013 als Tortendiagramm. Quelle: Nürnberger Nachrichten, 30.08.2013, Seite 4.
Arbeitslosenquoten im August 2013. Quelle: Nürnberger Nachrichten, 30.08.2013, Seite 4.

Weil: Torte ist schon schwierig. Weil schwer lesbar. Kleine Tortenstücke sind besonders schwierig. Weil schwerer lesbar. Kleine Tortenstücke in Torten nebeneinander sind noch schwieriger. Weil noch schwerer lesbar. Was machen wir stattdessen?

Arbeitslosenquoten im August 2013 als Grafische Tabelle.
Redesign: ich.

Funktioniert besser. Weil: Wir haben große Unterschiede zwischen kleinen Werten. Noch deutlicher geht es so. Punktbalken. Logarithmisch.

Arbeitslosenquoten im August 2013 als Grafische Tabelle mit logarithmisch skalierten Punktbalken.
Redesign: auch ich.

Die kleine Flatter

Balken beschriften

Da wollte ich endlich mal dran. Wie beschriftet man Balken? Davor? Dahinter? Daneben? Darunter? Darüber? Schau mal.

Der Wert der Banken: Marktkapitalisierung in Milliarden Euro, in Klammern prozentuale Veränderung zwischen 1.2.2009 und 1.2.2010. Quelle: Die Zeit, 04.02.2010, Seite 19.Pro-Kopf-Ausgaben für die Verbraucherzentralen in den Bundesländern, in Cent. Quelle: FAZ, 19.07.2009, Seite 35.
Quelle: Die Zeit, 04.02.2010, Seite 19; FAZ, 19.07.2009, Seite 35.

In der „Zeit“: Namen darüber. Zahl daneben, rechts, geflattert. Geschickt: lange Namen kein Problem. Der ganze Platz ist für die Balken da. Weniger geschickt: die Abstände. Je mehr davon, desto weniger Grafik. Ungeschickt: Die Zahlen verlängern die Balken.

In der „FAZ“: Namen davor. Zahl darin, rechts darin. Geschickt: Durchschnitt dabei. Weniger geschickt: Balkenlänge und Zahl lesen geht auf einmal. Meint man. Ist aber nicht so. Grafik und Zahl wuchern zusammen. Schwer fürs Hirn. Kann man lernen, wenn man’s öfter sieht. Wichtig dabei: genau pixeln. Die Zahlen stehen nicht genau. Und flattern damit zweifach.

Schau mal. Ich hab’s gemalt wie immer. Geht immer. Klare Sache. Jedes Ding hat seinen Platz. Zahlen wie Grafiken.

Grafische Tabelle: Marktkapitalisierung von Banken in Milliarden Euro, in Klammern prozentuale Veränderung zwischen 1.2.2009 und 1.2.2010.Grafische Tabelle: Pro-Kopf-Ausgaben für die Verbraucherzentralen in den Bundesländern, in Cent.
Redesign: ich.