Daxbau

Dreieck statt Pfeil

Börse in der Tageszeitung ist schwierig. Weil: Die Werte sind von gestern. Heute gibt’s neue. Morgen auch. Was ist wichtig? Stimmung? Von gestern? Genauer Stand? Veränderung? Absolut? Relativ? Trend?

Ich hab die Titel-Daxe gelesen. In allen Tageszeitungen. Die FAZ hat keinen. Bei der FTD, der NZZ, den NN, der NZ und der RP: Trendpfeile. Für vorgestern auf gestern. Mei. Die FTD und die NN hab ich schon geschimpft. Die NN und die NZ zeigen Veränderungen nur absolut. Schlecht vergleichbar.

Financial Times Deutschland Neue Zürcher Zeitung Nürnberger Nachrichten Nürnberger Zeitung Rheinische Post

Dreiecke machen das Handelsblatt, die International Herald Tribune, die SZ, das Wall Street Journal und die Welt. Dreiecke sind besser als Trendpfeile. Weil sie nicht schräg stehen. Und nicht wie Trend tun. Das WSJ lässt die Vorzeichen weg. Auch negative. (Sieht man hier nicht. Aber hier.) Aua.

Handelsblatt International Herald Tribune Süddeutsche Zeitung Wall Street Journal Die Welt

Die größten Dreiecke hat das Handelsblatt. Und die quer. Zum Lesen schlecht. Zum Kapieren, wie die Stimmung gestern war: okay. Das WSJ hat kleine Dreiecke. Zu klein für Stimmung. Und schlecht zu lesen. Die Dreiecke von der Welt sind noch kleiner. Zu klein.

Abbildungen wie im Text von links nach rechts, alle vom 29.11.2011.

Dreiecksbeziehungen

Dreieck statt Pfeil

Rupert lässt im Wall Street Journal Vorzeichen weg. Und malt Dreiecke stattdessen. Rote und grüne. Hatten wir schon. Nicht gut.


Quelle: Wall Street Journal Europe, 25.10.2010, Seite 1.

Am Dreieck liegt es aber nicht. Das kann sehr gut sein. Hier zum Beispiel.


Quelle: International Herald Tribune, 18.12.2010, Seite 1.

Weil: Die Dreiecke stehen untereinander. Man versteht schneller. Sie sind schwarz. Sie bewerten nicht. Die Vorzeichen sind noch da. Sie ersetzen nicht.

Design ist fein.