Tortenworte

Lieber zu groß als zu klein

Heute mal was von früher. Eine grafische Tabelle aus der SZ. Von 2005. Umsatz als Balken. Anteil als Torte, fürs wichtigste Produkt.

Biotechnologie: Abhängigkeit von einem Produkt. Quelle: Süddeutsche Zeitung, 15.06.2005, Seite 30.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 15.06.2005, Seite 30. Klicken zum Vergrößern.

Kleine Grafiken mag ich. Man sagt auch Sparklines, Microcharts oder Wortgrafiken dazu. Schön dramatisch die Balken. Kapiert man sofort. Vergleicht man gern. Schön putzig die Törtchen. Schaut man gern hin, vergleicht man aber nicht so gern. Vielleicht wegen zu klein? Vielleicht, weil man lernen muss: Umsatz ist ein Balken, Umsatz ist eine Torte.

Ich probier mal selber.

Kann man gut lesen und vergleichen. Muss man auch was lernen: Umsatz ist ein Balken, Anteil ist ein Balken.

Kann man gut lesen und vergleichen. Muss man auch was lernen: Umsatz ist ein Balken, Anteil ist ein Füllbalken.

Größere Törtchen. Kann man besser lesen.

Kann man gut lesen. Kann man gut vergleichen. Muss man wenig lernen. Ist halt nicht so putzig.

Ausgewippt

Relativ grafisch

Nochmal Mr. Brons Wippen. Die sollen absolut zeigen. Die sollen Prozent zeigen. Gleichzeitig. Für mehrere Sachen gleichzeitig. Mann, Frau, Kind. First Class, Second Class, Third Class. Passagiere, Besatzung.

Ich habe es so probiert: Vergleiche liest man relativ. Auf derselben Basis. Also mit Prozent. Dafür nehme ich eine Füllgrafik. Zum Analysieren. Aha – auf der Titanic galt: Frauen, Kinder, Hunde zuerst.

The Loss of the Titanic - Redesign als Grafische Tabelle. Von mir.
Leute auf der Titanic. Daten wie hier. Redesign: ich.

Details liest man absolut. Also die Basis, ohne Prozent. Dafür nehme ich keine Grafik. Eine Aufgabe, eine Grafik. Eine Grafik, eine Aufgabe.