Der kleine Unterschied

Aller Raum dem Unterschied

Klein ist oft schwer. Kleine Unterschiede auch. Große Unterschiede zwischen Kleinen besonders. Schau mal. So geht es besonders schlecht.

Arbeitslosenquoten im August 2013 als Tortendiagramm. Quelle: Nürnberger Nachrichten, 30.08.2013, Seite 4.
Arbeitslosenquoten im August 2013. Quelle: Nürnberger Nachrichten, 30.08.2013, Seite 4.

Weil: Torte ist schon schwierig. Weil schwer lesbar. Kleine Tortenstücke sind besonders schwierig. Weil schwerer lesbar. Kleine Tortenstücke in Torten nebeneinander sind noch schwieriger. Weil noch schwerer lesbar. Was machen wir stattdessen?

Arbeitslosenquoten im August 2013 als Grafische Tabelle.
Redesign: ich.

Funktioniert besser. Weil: Wir haben große Unterschiede zwischen kleinen Werten. Noch deutlicher geht es so. Punktbalken. Logarithmisch.

Arbeitslosenquoten im August 2013 als Grafische Tabelle mit logarithmisch skalierten Punktbalken.
Redesign: auch ich.

Tort-ur

Torte ist ganz oder gar nicht

Torten malen geht oft schief. Er findet das auch und hat ein paar gesammelt. In der Welt gab es eine neue Sorte. Schau mal.


Quelle: Die Welt, 25.04.2012.

Ein Jahr BIP ist eine Torte. Wenn sie Dir nicht gehört, ist sie schwarz. So schwarz wie Wachstum. Oder arbeitslos. Oder teurer. Aber nicht so groß: 85 % Schulden haben, ist wie 5 % mehr Schulden machen. In Frankreich. Wenn Du mehr als ein Jahr BIP schuldest, dann gibt es Kuchen dazu. In Italien.


Quelle: auch da.

In Portugal ist weiß schrumpfen. Schulden plus arbeitslos ist eine Ente. In Griechenland ist noch mehr Schulden und noch mehr arbeitslos ein Pacman. Europa ist lustig.

Grundlos grundiert

Schwarz auf Weiß

Mein schönes Fell drucken ist schwer. Weil es schwarz ist. Und schwarz drucken ist schwer. Hab ich bei meinem Buch gelernt. Das hat einer gedruckt, der Schwarz besonders gut kann. Weil er sonst Röntgenbilder druckt. Die sind auch ziemlich schwarz.

Meine Anzeige letztens hat wer anders gedruckt. Leider. Und wir haben den Proof vergessen. Leider.

IN GRAPHICS Vol. 3, Berlin 2011, Titelseite.IN GRAPHICS Vol. 3, Berlin 2011, Rückseite.

Deswegen ist die Anzeige „abgesoffen“. So sagen das die Drucker. Wenn’s zu spät ist.
Vielleicht war die Titanic Schuld. Die war vorne drauf.

Das Wall Street Journal hat kein schwarzes Fell. Trotzdem drucken die immer öfter auf Schwarz. Leider. Und saufen damit ab. Leider.

Quelle: Wall Street Journal Europe, 24.02.2012, Seite 1.
Quelle: Wall Street Journal Europe, 24.02.2012, Seite 1.

Merk Dir: Wenn Dein Fell nicht schwarz ist, druck auf Weiß.

Mal Kasten

Spekulieren markieren

In die Zukunft schauen ist schwer. Schau mal: Runter geschätzt, gleich geblieben. Nochmal runter geschätzt, rauf gegangen. Rauf geschätzt, runter gegangen. Runter geschätzt, runter gegangen. Bisserl runter geschätzt, sehr runtergegangen. Und so weiter, rauf und runter.

Economists predict rebound, bot no job growth. - Quelle: Wall Street Journal, 07.02.2003.
Quelle: Wall Street Journal, 07.02.2003.

Darum: immer dazusagen, wenn Du schätzt. Und zwar deutlich. Für deutlich gibt es viele schöne Möglichkeiten.

Drüber malen.

Dran malen.

Ausmalen und dran malen.

Kasten drumherum malen.

Sehr wichtig bei Linien: Wie viele Zeitpunkte hast Du geschätzt?

Und die Krönung: Bandbreite malen.

Also immer markieren. Weil: Unmarkiert spekuliert ist manipuliert.

Stricheleinheiten

Kleine Werte stricheln

Manchmal hat man wenig Daten. Die man an vier Pfoten abzählen kann. Es ist gut, das zu zeigen. Zum Beispiel so wie im Wall Street Journal. Das fragte 52 Ökonomen, woher die nächste Finanzblase kommt. Jede Meinung ist ein Kästchen. Er fand Punktstapel auch gut.

Emerging risk – Responses to the survey question: Please rank the potential asset bubbles from most likely to least likely. - Quelle: Wall Street Journal, 13.11.2009, Seite 9.
Quelle: Wall Street Journal, 13.11.2009, Seite 9.

Schlecht ist, wenn gestrichelt wird, wo nichts zu zählen ist. So wie mit diesen Strichsäulen.

Krisenbewältigung. - Quelle: Handelsblatt, Nr. 240, 11.12.2009, Seite 17.
Quelle: Handelsblatt, Nr. 240, 11.12.2009, Seite 17.