Sahneschlachten

Weißt Du noch, die zwei Torten? Sahen einfach aus und waren schwierig. Wir  waren tortenblind. Vor lauter Torte keine Stücke mehr.

Tortendiagramm mit Blickverklauf: Anteile der Errnährungstypen an der Bevölkerung, in Prozent

Schau mal. Augenpingpong. Wird einem ganz schwummerig.

Tortendiagramm mit animiertem Blickverlauf: Anteile der Errnährungstypen an der Bevölkerung, in Prozent

Ich habe grafisch tabelliert. So nämlich. Das war gut. Kann man von oben nach unten lesen. In einem Rutsch. Ein Blick und man weiß: Ein paar werden mehr. Bissi was bleibt gleich. Bissi was wird weniger. Eins richtig viel. Ohne Leidenschaft geht halt nicht.

Balkendiagramm mit DeltaMaster, ideale Sortierung: Anteile der Errnährungstypen an der Bevölkerung, in Prozent
Quelle: ich und DeltaMaster.

Schau mal, wie wichtig Sortierung nach der Veränderung ist. Sortierung nach Heute ist nicht gut. Alles durcheinander. Nicht so anstrengend wie das tortige Augenpingpong. Aber anstrengender als es sein muss.

Balkendiagramm mit DeltaMaster, nicht ideale Sortierung nach "Heute": Anteile der Errnährungstypen an der Bevölkerung, in Prozent
Quelle: ich und DeltaMaster.

Ganz lange Listen sind mit Alphabet gut. Ist keine lange Liste. Sortierung nach Alphabet ist hier nicht gut. Auch zu viel Durcheinander.

Balkendiagramm mit DeltaMaster, nicht ideale, alphabetische Sortierung: Anteile der Errnährungstypen an der Bevölkerung, in Prozent
Quelle: ich und DeltaMaster.

Man sieht mal wieder: Alle Pixel gehören dem Unterschied

Tortenblind

Torten meiden

Essen soll ein Problem sein. Für mich nicht. Kuck mal.

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Quelle: Welt vom 19.10.2015.

Verstehst Du was? Die Welt sagt, in den Daten steht sowas:

„Immer stärker zerfallen die Verbraucher in verschiedene Gruppen oder Milieus, vom Öko-Veganer bis zum spaßorientierten städtischen Hedonisten, und diese Gruppierungen erschweren zielgruppengenaues Marketing. Immerhin: Nach einer Studie für den Lebensmittelkonzern Nestlé werden zwei Gruppen besonders stark wachsen: die „Gesundheitsidealisten“ und die Gruppe der Älteren, die bewusst mit Gesundheitsproblemen umgehen. Bereits in 15 Jahren wird danach etwa eine Sechstel der Bevölkerung hierzulande zu den anspruchsvollen „Gesundheitsidealisten“ zählen. Experten verstehen darunter Verbraucher, die im Einklang mit der Natur leben möchten, vornehmlich frische Bio-Produkte kaufen und viel über ihr Wohlergehen nachdenken.“

Ich schau noch mal.

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Quelle: Welt, Gekrakel ich. Animation hier.

Mir ist schwindelig. Vor lauter Gucken habe ich nichts gesehen. Ich tabelliere mal grafisch.

essenstypen_grafisch_tabelliert
Quelle: ich und DeltaMaster.

Jetzt sehe ich es auch.

Quadra-tor-tur

Tonnen und Unzen sind Gewicht

Die Welt hat schon wieder gebacken: angefressene Torten im Quadrat. Schau mal.


Quelle: Die Welt, 17.01.2013, Seite 13.

Tortal listig – ich meine: total lustig.

Schau mal die Achsen: Feinunzen ist Gewicht. Tonnen auch. Deswegen wiegt das deutsche Gold in New York so viel wie in Paris, Frankfurt und London. Deswegen ist die Position auf der X-Achse dieselbe wie auf der Y-Achse. Deswegen liegen die Torten auf einer Diagonalen.

Die Franzosen sollen uns unser Gold wiedergeben. Alles. Deswegen ist der graue Fressrand 0 %, also nicht da.

In der echten Welt ist London noch, wo es hingehört. Paris auch. In der Welt liegt Paris halb in London. Weil die gleiche Skala zweimal da ist.

Die Welt hat schon Torten gebacken, die 120 % und 165 % groß werden können. Dieses Mal hat sie Torten gebacken, die noch mehr können: absolut und relativ, heute und später, Teile von mehreren Torten. Noch nicht kompliziert genug? Schau mal, wo die Ringe anfangen: in Frankfurt und Paris bei 6 Uhr, in New York bei 10 Uhr, in London bei 15:20 Uhr.

So kann man es sagen, wenn man es eilig hat: „In New York, Frankfurt, London und Paris liegen heute 45 %, 31 %, 13 %, 11 % der insgesamt 3391 Tonnen Gold. Im Jahr 2020 sollen es 37 %, 50 %, 13 %, 0 % sein.“

Tort-ur

Torte ist ganz oder gar nicht

Torten malen geht oft schief. Er findet das auch und hat ein paar gesammelt. In der Welt gab es eine neue Sorte. Schau mal.


Quelle: Die Welt, 25.04.2012.

Ein Jahr BIP ist eine Torte. Wenn sie Dir nicht gehört, ist sie schwarz. So schwarz wie Wachstum. Oder arbeitslos. Oder teurer. Aber nicht so groß: 85 % Schulden haben, ist wie 5 % mehr Schulden machen. In Frankreich. Wenn Du mehr als ein Jahr BIP schuldest, dann gibt es Kuchen dazu. In Italien.


Quelle: auch da.

In Portugal ist weiß schrumpfen. Schulden plus arbeitslos ist eine Ente. In Griechenland ist noch mehr Schulden und noch mehr arbeitslos ein Pacman. Europa ist lustig.

Pizza Sankt Martin

Torten nur für Pizza

Auf Torten hat er schon geschimpft. Ich auch. Aus vielen guten Gründen. Beschriftung schwierig. Flächenvergleich schwierig. Und so weiter. Eigentlich schade. Weil: Die Torte macht sonnenklar, mehr hat man nicht, was man teilen kann. Sie zeigt jedem schnell: Ich bin hundert Prozent. Die kennt man aber selten.

Schön, wenn eine Torte doch mal funktioniert. Wie hier. Weil sie eine Pizza ist.

Wie man eine Pizza gerecht teilt. - Quelle: Süddeutsche Zeitung, Nr. 21, 27.01.2010, Seite 16.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, Nr. 21, 27.01.2010, Seite 16. Klick zum Vergrößern.

Die Pizza sieht aus wie ein Diagramm. Ist aber keins. Die Pizza ist nur unbelegt. Salami, Champignons, Tomaten, Käse: spielt hier keine Rolle. Pizza so nah an der Wirklichkeit wie möglich. Aber nicht näher. Und wenn man eine Pizza teilt (falls ich zu langsam war), muss man tatsächlich Flächen schätzen.

Wer Pizza hat, malt Pizza hin. Wer Zahlen hat, lässt es besser sein.

„You can’t have the pie and eat it, too“

Torten meiden

Der Fresstrieb signalisiert uns, welches Tortenstück größer ist. Oder? Ordne die Kuchenstücke. Wie lange brauchst du dafür?

Torte

Ordne die Balken. Wie lange brauchst du dafür? Die Werte sind in beiden Beispielen gleich.

Balken

Eric hat das gleiche Beispiel (Link nicht mehr verfügbar). Bei der Skalierung seiner Balken ist er aber auf Excel hereingefallen.

Schätze, was die Kreisflächen repräsentieren. Na?

Blasenfläche als Größenrepräsentant

In Excel geht es noch schlimmer: Man kann den Wert als Durchmesser zeigen.

Blasendurchmesser als Größenrepräsentant

Da wird der Hund in der Pfanne verrückt.

Quadratkuchen schmecken weder rund noch eckig

Meide Torten, auch eckige

Die Wired zeigt eine Rätseltorte. Eckig. Die soll zeigen, wie die Leute ihr Geld ausgeben. Für High-Tech-Krempel. Die Ausgaben sind seit 10 Jahren ähnlich. Nur die Struktur ist anders. Es ist schwierig, das im Square Pie zu sehen. Sagen Anil Dash und Juice Analytics auch. Und es geht um eine Entwicklung. Über die Zeit. Sieht man auch nicht richtig.

“High tech gear gets cheaper every year. So we’re spending a lot less on it, right? Um, no. In fact, the proportion of US household budgets spent on tech products and services — computers, game consoles, cell phone service, cable, TVs — has held steady at about 5 percent for most of the past decade. We’re just spending that money — more than we pay for health insurance — on different stuff. For instance, we spend a lot less on TVs (as prices have dropped) but more on cable and satellite services (we need our HBO). Here’s a peek at how our quest to stay wired hits our wallets.”
Quelle: Wired, 24.07.2007

Square pie chart on spending for tech gadgets
Quelle: Wired, 24.07.2007

Der Leser soll verstehen: Ein Quadrat, das 23,6 Prozent groß ist, war vorher X Prozent groß, wenn es jetzt um 72 Prozent größer geworden ist. Aha. Ich versteh das nicht. Ich mal mir lieber eine Tabelle.

Square pie daten I

Jetzt sehe ich, was die wichtigen Posten sind. Wie sich die Struktur der Ausgaben verändert hat. Was neu dazu kam. Je länger ich schaue, desto mehr will ich wissen. Deshalb habe ich Anteile und eine kumulierte Betrachtung dazu gemalt. Erst mal nur für 2005.

Square pie Daten II

Aus den paar Daten kann man viel machen. In einer Grafischen Tabelle.

Torten von gestern in der Tomorrow

Torten meiden

Die Frage war: Nutzt du dein Handy für Musik und Bilder? 15 Prozent sagten: JA und ich nehme nichts anderes mehr dafür. Der Rest sagte: JA, aber ich nehm noch was anderes dafür.

Die Frage war: Bist du dafür, dass man den privaten Gebrauch von Musik-CDs einschränkt? 85 Prozent sagten NEIN, 15 Prozent sagten JA.

Die Frage war: Machst du einen Blog, einen Podcast oder einen Video Podcast? 70 Prozent sagten: nichts davon. 9 Prozent machen einen Blog. 3 Prozent einen Podcast. 6 Prozent einen Video Podcast. 6 Prozent zwei davon. 6 Prozent alles drei.

Die Tomorrow braucht eine halbe Seite, um dasselbe zu sagen.

Tomorrow-Umfrage

Wenn Du eine Grafik brauchst, um die Werte zu vergleichen (brauchst Du eine?), kannst Du die nehmen:

Tomorrow-Umfrage, verbessert