Füllkugelfotogramm

Kreise mit Fläche, Kugeln mit Volumen malen

José möchte, dass man Daten anfassen kann. Find ich gut. Kuck mal.

Quelle: www.handmadevisuals.com
Quelle: José Duarte.

Im Jahr 2010 haben mehr Leute das Internet benutzt. 1966/361 = 5 und bissi was. Also 5 Mal mehr Leute. In die große Kugel passt die kleine 244 Mal rein. Dann gäbe es 88 Milliarden Internetleute.

José sagt: „You people are crazy but correct.”

Quelle: www.handmadevisuals.com
Quelle:
José Duarte.

Wenn Du Kreise crazy malen magst, dann nimm den Wert als Durchmesser. Wenn Du Kreise very crazy malen magst, nimm den Durchmesser und lass den Kreis glänzen. Dann wird  es eine Kugel. Wenn Du Kreise correct malen magst, dann nimm den Wert als Fläche (F = Pi * r²). Wenn Du Kugeln correct malen magst, dann nimm den Wert als Volumen (V = 4/3 Pi * r³).

Kreisdiagramm, Quelle: DeltaMaster
Quelle: DeltaMaster.

Sortellieren

Grafisch tabellieren

Sortieren ist immer gut. Meistens nach Unterschied. Manchmal hast du Viele und Du willst nur die Größten sehen. Dann ist Größe gut. Kann man ganz verschieden darstellen. Schau mal.

Quelle: CIA World Factbook, DeltaMaster
Quelle, Daten: CIA World Factbook, Grafische Tabellen: DeltaMaster

Ganz links nur als Tabelle. Geht schon. In der Mitte als Grafische Tabelle mit Balken. Liest sich besser und schneller. Rechts mit Punktbalken (Dot Plots). Logarithmisch. Zeigt Unterschiede auch bei den Kleinen.

Tortenworte

Lieber zu groß als zu klein

Heute mal was von früher. Eine grafische Tabelle aus der SZ. Von 2005. Umsatz als Balken. Anteil als Torte, fürs wichtigste Produkt.

Biotechnologie: Abhängigkeit von einem Produkt. Quelle: Süddeutsche Zeitung, 15.06.2005, Seite 30.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 15.06.2005, Seite 30. Klicken zum Vergrößern.

Kleine Grafiken mag ich. Man sagt auch Sparklines, Microcharts oder Wortgrafiken dazu. Schön dramatisch die Balken. Kapiert man sofort. Vergleicht man gern. Schön putzig die Törtchen. Schaut man gern hin, vergleicht man aber nicht so gern. Vielleicht wegen zu klein? Vielleicht, weil man lernen muss: Umsatz ist ein Balken, Umsatz ist eine Torte.

Ich probier mal selber.

Kann man gut lesen und vergleichen. Muss man auch was lernen: Umsatz ist ein Balken, Anteil ist ein Balken.

Kann man gut lesen und vergleichen. Muss man auch was lernen: Umsatz ist ein Balken, Anteil ist ein Füllbalken.

Größere Törtchen. Kann man besser lesen.

Kann man gut lesen. Kann man gut vergleichen. Muss man wenig lernen. Ist halt nicht so putzig.

Platz verpatzt

Differenz meinen, Differenz malen

Der Focus hat gezählt: Wie viele kleine Kinder leben in den Städten. Wie viele davon passen in Kitas. Wie viele davon sollten reinpassen. Wie viele passen nicht rein. Oder würden noch reinpassen.

52 deutsche Städte im Kita-Check. Quelle: Focus 23/2013, Seite 33.
Quelle: Focus 23/2013, Seite 33, und focus.de.

Grafische Tabelle finde ich gut. So aber nicht. Zu viel Zebra. Zu viel bunt. Zu viel Augenweitsprung: Guck nach rechts, merk Dir, wie lang Rot ist, guck nach links, zieh Grün von Rot ab, merk Dir das, geh in die nächste Zeile, fang von vorne an, merk Dir das und vergleiche es. Zu schwierig? Finde ich auch.

So geht es: Plätze minus Kinder, geteilt durch Kinder.

Redesign: ich.
Redesign: ich.

Ausgewippt

Relativ grafisch

Nochmal Mr. Brons Wippen. Die sollen absolut zeigen. Die sollen Prozent zeigen. Gleichzeitig. Für mehrere Sachen gleichzeitig. Mann, Frau, Kind. First Class, Second Class, Third Class. Passagiere, Besatzung.

Ich habe es so probiert: Vergleiche liest man relativ. Auf derselben Basis. Also mit Prozent. Dafür nehme ich eine Füllgrafik. Zum Analysieren. Aha – auf der Titanic galt: Frauen, Kinder, Hunde zuerst.

The Loss of the Titanic - Redesign als Grafische Tabelle. Von mir.
Leute auf der Titanic. Daten wie hier. Redesign: ich.

Details liest man absolut. Also die Basis, ohne Prozent. Dafür nehme ich keine Grafik. Eine Aufgabe, eine Grafik. Eine Grafik, eine Aufgabe.

Wechselzeilen

Gleich untereinander, verschieden nebeneinander

Im Handelsblatt sind Zweireiher angesagt. Für jede Dax-Aktie werden viele Werte abgedruckt. Und ein buntes Logo. Die Werte passen nicht alle in die Zeile. Deshalb macht das Handelsblatt zwei draus. Und schreibt untereinander, was nebeneinander gehört.

Dax 30, 06.12.2012 - adidas, Allianz, BASF, Bayer, Beiersdorf, BMW. Quelle: Handelsblatt, 07.12.2012, Seite 41.
Quelle: Handelsblatt, 07.12.2012, Seite 41. Klick zum Vergrößern.

Untereinander gehört, was man vergleichen will. Dann versteht man es besser. Hier will man Aktien vergleichen. Geht aber nicht. Weil die Werte, die untereinander stehen, immer zu einer anderen Kennzahl gehören. Nach der Vortagesveränderung von adidas kommt nicht die von der Allianz. Sondern nochmal adidas, aber Vorjahr. Und nach der Vorjahresveränderung von adidas kommt zwar die Allianz. Aber nicht Vorjahr, sondern Vortag. Zum Vergleichen muss man sich immer eine Zeile wegdenken. Dabei wollte man doch über die Zahlen nachdenken.

Dax 30, 06.12.2012 - Deutsche Börse, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Fresenius Medical Care, Fresenius. Quelle: Handelsblatt, 07.12.2012, Seite 41.

Und schau mal die Balken: Die Vortage haben eine Skala. Und die Vorjahre eine andere. Deshalb sind die 1,96 bei der Post länger als die 38,09. Hm. Und die –0,49 von der Telekom so lang wie die –3,21. Nur viel röter. Hm.

Mir sind Einreiher lieber.

Kreise wegen Silberblick

Grafisch tabellieren

Die Welt hat eine Grafische Tabelle gemalt. Die SZ malt jeden Tag welche. Aber mit Asche. Schau mal.


Quelle: Die Welt, 24.10.2012, Seite 13.

Sonst schimpfe ich sehr sehr sehr oft, wenn die Welt was malt. Heute finde ich es chic. Sieben Spalten mit Zahlen. Fünf davon mit Balken. Schön dicht. Viel zu gucken. Alles drin. Wobei, schau nochmal hin.

Die Balken könnten breiter sein. Da wäre noch Platz. Dann wäre mehr Unterschied.

Die Streifen sind doof. Die dürfen ganz selten in Tabellen. Die Kreise sind döfer. Die dürfen nur in Kreuztabellen. Hier nicht: Passen nicht in die Zelle. Liegen übereinander. Kann man schlecht vergleichen.

Schau nochmal hin. Als Balken würden die Kreise aussehen wie die Balken für Gramm. Also zweimal die gleiche Grafik in zwei Spalten. Merke: Wenn was doppelt ist, kannst du eins weglassen.

Do-it-yourself-Diagramm

Grafisch tabellieren

Zweck einer Datengrafik: Zahlen nachschauen. Unterschiede sehen. Muster erkennen. Mit dem hier geht nur Zahlen nachschauen. Man sieht keine Unterschiede. Man sieht keine Muster.


Quelle: Welt am Sonntag, Nr. 36, 07.09.2008, Seite 39

Unterschiede muss ich mir selbst ausrechnen: Gesamt minus Einzelwert. 42 Mal. Und alles rumdrehen. Weil, die Bewohnertypen gehören in die Spalten. Muster sehe ich am besten grafisch. Also: Balken rein. Zeitung lesen kann ganz schön anstrengend sein.

Grafische Tabellen für feinkörniges Reporting

Grafisch tabellieren

Früher hat man diskutiert, was besser ist: eine Tabelle oder eine Grafik. Manche haben dann gesagt: Eine Grafik sagt mehr als Tausend Worte. Ich finde: Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte. Die meisten Grafiken brauchen Tausend Worte, bis man sie versteht. Weil sie oft so schlecht sind. Das liegt auch daran, dass Grafiken schwer standardisierbar sind. Und dass man eine Menge falsch machen kann. Er schwört auf Grafische Tabellen. Ich auch. Da sind die Grafiken gleich in die Tabellen integriert. Man hat die Vorteile von Grafiken und Tabellen in einem. Und gut standardisieren lässt sich das auch. Man kann fast alle Grafiktypen in Tabellen unterbringen. Mit Sparklines bekommt man Zeitreihen hinein. Liegende Balken decken die meisten Vergleichsformen ab. Grafische Tabellen brauchen wenig Tinte für viel Daten. Sie sind feinkörnig und hochauflösend. Die grafischen Elemente bieten dem Auge eine schnelle Orientierung. Die Zahlen liefern das Detail. Die üblichen Probleme mit Legenden und Beschriftung treten gar nicht erst auf. Ein paar Beispiele habe ich schon gezeigt. Zum Beispiel als Radarchart-Ersatz und im Sparkline-Duden. Heute zeige ich das für Wasserfalldiagramme.

Ein Wasserfalldiagramm ist ein Säulendiagramm. Oder ein Balkendiagramm. Es zeigt, wie ein Anfangswert durch andere Werte zu einem Endwert verändert wird. Man bekommt das in Excel mit unsichtbaren Säulen hin. Das ist kompliziert. Rolf hat eine schöne Excel-Vorlage dafür, die nichts kostet. Die Formatierung ist sehr schön.

DB-Schema Hichert

Jon hat ein Add-in für Excel programmiert. Die Dateneingabe ist sehr schön.

DB-Schema Peltier

Beide Male kommt eine Grafik heraus. Wenn man sie umdreht, kann man sie auch gut lesen.

DB-Schema gedreht

Und sie passt in eine Grafische Tabelle. Zwischensummen sind dort auch kein Problem. So haben es die bei Bissantz im DeltaMaster gemacht.

DB-Schema inPivot

In Excel geht das auch wieder. Mit der Wiederholen-Funktion. Und Tricks. Die zeige ich in einem Excel-Blatt.

DB-Schema inExcel

Radarchartfalle

Nicht so schnell mit Radar

Radarcharts blasen sich auf. Lass die Luft raus. Dann bleibt übrig: Man muss lernen, dass Lassie grün und Flipper rot ist. Und ich blau. Dabei bin ich schwarz. Man muss lernen, wo welche Linie läuft. Und sie nicht mit den Graten verwechseln. Man muss lernen, wie eine gute Figur aussieht. So wie meine.

Radarchart

Die gleichen Daten sind viel besser in einer Grafischen Tabelle aufgehoben. Das Wichtigste sieht man sofort: Ich bin immer über Durchschnitt!

Grafische Tabelle

Die bei Bissantz machen Software, die das automatisch malt. Wenn Du nur Excel hast: Nimm die Wiederholen-Funktion (Repeat im englischen Excel). Das ist einfach. Ein senkrechter Strich wird so oft wiederholt, wie es der Datenwert vorgibt. Dann ergibt sich ein schöner Balken in der Zelle. Beschriften kann man den auch noch. Dabei werden die Datenwerte in der Formel mit dem Zeichen „&“ verkettet. Hier ist ein Beispiel, wie das geht.